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3.1.4. Schweizer Jura 

Den südwestlichen Abschluss des Untersuchungs­gebietes bildet der Schweizer Jura, der sich über das südlichste Elsass und die Nordwest-Schweiz ausdehnt. Er hat sich erst im Tertiär als Folge der Alpenfaltung und der Rheingrabeneinsenkung entwickelt. Der Schweizer Jura besteht geologisch aus mesozoischen Kalksedimenten des Jura­meeres. Später wurden diese Schichten gehoben. Die Vogesen und der Schwarzwald bestehen je­doch aus herzynischen Gesteinen, die im Käno­zoikum und im Pleistozän gehoben wurden (VOGT 1992). Der Schweizer Jura kann, soweit das REKLIP-Gebiet betroffen ist, in zwei Unterein­heiten gegliedert werden. Ein nördlicher Teilbe­reich, der zwischen Basel und der Aare-Mündung in den Rhein sowie südlich von Montbéliard im Übergang zur Burgundischen Pforte liegt, wird der Naturräumlichen Einheit des Tafeljura zu­geordnet. Hier sind die Jurakalke in relativ flach lagernden Schichten ausgebildet. Im weiteren Verlauf nach Süden und damit in Annäherung an das Alpenorogen, erfolgt der Übergang in den Falten- oder Kettenjura. Hier werden mit dem Passwang (1204 m) und dem Chasseral (1607 m) oder den »Montagnes du Lomont« (um 800 m) auch die grössten Höhen erreicht. Auf Karte 3.2 lässt sich der Faltencharakter des Jura durch die stärkere Scharung der Isohypsen und auf Karte 3.3 durch die grösseren Hangneigungen mit häufig über 35 % gut erkennen. Zwischen die verschie­denen Faltungsachsen sind Beckenlandschaften wie das Becken von Laufen südlich von Basel oder das Becken von Delémont eingelagert. Diese Beckenlandschaften, in denen tertiäre Ablage­rungen dem Jurakalk auflagern und daher für bessere Bedingungen für die Landwirtschaft sor­gen, treten in den Karten 3.1 bis 3.6 deutlich hervor. Die Verbindung zwischen Tafeljura und Schwarzwald bilden östlich von Basel der Dinkel­berg und die Weitenauer Vorberge, in denen vor allem Muschelkalk ansteht. Das Hochrheintal ist in diese Übergangszone eingesenkt.