Den südwestlichen Abschluss des Untersuchungsgebietes bildet der Schweizer Jura, der sich über das südlichste Elsass und die Nordwest-Schweiz ausdehnt. Er hat sich erst im Tertiär als Folge der Alpenfaltung und der Rheingrabeneinsenkung entwickelt. Der Schweizer Jura besteht geologisch aus mesozoischen Kalksedimenten des Jurameeres. Später wurden diese Schichten gehoben. Die Vogesen und der Schwarzwald bestehen jedoch aus herzynischen Gesteinen, die im Känozoikum und im Pleistozän gehoben wurden (VOGT 1992). Der Schweizer Jura kann, soweit das REKLIP-Gebiet betroffen ist, in zwei Untereinheiten gegliedert werden. Ein nördlicher Teilbereich, der zwischen Basel und der Aare-Mündung in den Rhein sowie südlich von Montbéliard im Übergang zur Burgundischen Pforte liegt, wird der Naturräumlichen Einheit des Tafeljura zugeordnet. Hier sind die Jurakalke in relativ flach lagernden Schichten ausgebildet. Im weiteren Verlauf nach Süden und damit in Annäherung an das Alpenorogen, erfolgt der Übergang in den Falten- oder Kettenjura. Hier werden mit dem Passwang (1204 m) und dem Chasseral (1607 m) oder den »Montagnes du Lomont« (um 800 m) auch die grössten Höhen erreicht. Auf Karte 3.2lässt sich der Faltencharakter des Jura durch die stärkere Scharung der Isohypsen und auf Karte 3.3durch die grösseren Hangneigungen mit häufig über 35 % gut erkennen. Zwischen die verschiedenen Faltungsachsen sind Beckenlandschaften wie das Becken von Laufen südlich von Basel oder das Becken von Delémont eingelagert. Diese Beckenlandschaften, in denen tertiäre Ablagerungen dem Jurakalk auflagern und daher für bessere Bedingungen für die Landwirtschaft sorgen, treten in den Karten 3.1 bis 3.6deutlich hervor. Die Verbindung zwischen Tafeljura und Schwarzwald bilden östlich von Basel der Dinkelberg und die Weitenauer Vorberge, in denen vor allem Muschelkalk ansteht. Das Hochrheintal ist in diese Übergangszone eingesenkt.