Unter den verschiedenen Klimavariablen, die für die Darstellung der klimatischen Bedingungen einer Region herangezogen werden, wird die Lufttemperatur zusammen mit dem Niederschlag als das wichtigste Element betrachtet. Im Lebensraum des Menschen und der Pflanzen stellt sich die Lufttemperatur als Folge der grossräumigen Advektionsvorgänge und der verschiedenen Prozesse des Energieaustausches zwischen Erdoberfläche und bodennaher Atmosphäre ein. Zusammen mit anderen Klimaelementen bietet sie eine breite Informationsbasis für viele Anwendungsbereiche wie z.B. Bauwesen, Landwirtschaft und Tourismus.
Da die Temperatur in der unteren Atmosphäre stark durch den Untergrund und durch den Abstand vom Boden beeinflusst ist, werden aus Gründen der Vergleichbarkeit die Messungen nach international vereinbarten Regeln durchgeführt. So werden die Messgeräte in belüfteten Wetterhütten in einer Standardhöhe von 2 m über Grund und auf Grasflächen aufgestellt.
Der Jahresgang der Lufttemperatur hängt eng mit dem Jahresgang der Sonneneinstrahlung zusammen. Der Tagesgang der Lufttemperatur wird ausserdem vom Wettergeschehen und von lokalen Gegebenheiten geprägt. Innerhalb des Untersuchungsgebietes ergeben sich die dominantesten Unterschiede als Folge der Höhenlage, der Strahlungs- und Windexposition und der Feuchtigkeitsverhältnisse.