Zwischen dem nördlichen Schwarzwald und dem Odenwald ist der geologische Untergrund im Kraichgau stark eingesenkt, so dass die sonst weiter östlich liegenden Gesteine des Muschelkalkes und des Keupers hier vor der Abtragung geschützt waren und heute bis an die Rheingraben-Hauptverwerfung reichen. Die Mulde des Kraichgau ist auf badischer Seite das nach Norden verschobene Pendant zur Zaberner Senke im Elsass. Der Kraichgau ist ein niedriges, grösstenteils mit Löss bedecktes Hügelland und besitzt eine mittlere Höhenlage von 200 m bis 300 m. Seine tiefe Lage sorgt im nördlichen Teil des Oberrhein-Tieflandes bei bestimmten Wetterlagen für eine bessere Durchlüftung, was sich in der räumlichen Verteilung einiger Klimaelemente (z.B. Nebel) deutlich bemerkbar macht.